Individuelle Ernährungsstrategie: Der EPI Food Ansatz

Ernährung, die zu Ihrer Biologie passt

Gesunde Ernährung ist nicht für jeden gleich. Entscheidend ist, wie Ihr Körper darauf reagiert.

EPI Food: personalisierte Ernährung auf medizinischer Grundlage

EPI Food ist Teil unseres ernährungsmedizinischen Ansatzes. Mehr zur medizinischen Grundlage erfahren Sie hier: Ernährungstherapie.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Ernährung, Lebensstil und Mikronährstoffe gezielt genutzt werden können, um Stoffwechsel, Zellgesundheit und Regeneration positiv zu beeinflussen. Gemeinsam schauen wir, welche Beschwerden, Ziele und Gewohnheiten für Sie individuell relevant sind – und welche Ernährungsstrategie wirklich zu Ihrem Alltag und Ihrem Körper passt.

Wie sieht Ihre individuelle Ernährungsstrategie aus?

Je nach Ausgangssituation beziehen wir Laborwerte, Stoffwechselparameter und Marker der Zellgesundheit mit ein. Auf dieser Grundlage entwickeln wir individuelle Empfehlungen, die Ernährung nicht allgemein, sondern gezielt therapeutisch nutzbar machen.

Aus epigenetischer Sicht steht dabei die Stabilität der Telomere (der schützenden Kappen der Chromosomen) im Vordergrund. Störungen der Aktivität können zu Stoffwechsel und Mitochondriendysfunktionen beitragen. Entscheidend ist dabei, dass zellulärer (oxidativer und Nitrosativer Stress) chronische Entzündungen begünstigt was die Zellalterung beschleunigt und und zu Stammzellerschöpfung führt. Ernährung, Umweltfaktoren, Lebensstil und Stress haben einen großen Einfluss auf unsere Genregulation und unsere Gesundheit. Die Genetik also unsere Veranlagung spielt dabei nur zu 20 % eine Rolle. Die andern 80 % können wir durchaus beeinflussen. Die Energie, die wir haben und die Krankheiten, die wir bekommen, hängen stark von unserem Lebensstil ab. Zwischen 20 und 30 Jahren haben wir das Optimum an körperlicher und geistiger Fitness erreicht.

Später beginnen Alterungsprozesse bei denen die Nervenzellen ihre Plastizität verlieren, und die Regenerationsfähigkeit der Zellen und Organe nachlässt. Auch genetische Mutationenund  Defekte nehmen zu. Erhöhte Blutzuckerspiegel sorgen für eine beschleunigte Alterung der Proteine durch Ankopplung von Zucker an Eiweiße. Das führt zu Verlangsamung des Stoffwechsels und zu Entgiftungsstörungen von toxischen Substanzen. Gegen all das können wir etwas tun.

Theoretisch könnten wir eine Lebenserwartung von 120 Jahren erreichen. Doch die Lebenserwartung in Deutschland ist sogar wieder rückläufig, was eindeutig auf Lebensstilfaktoren zurückzuführen ist.

Wie können Sie mit einer gezielten Ernährungsstrategie Ihre Gesundheit, Energie und Regeneration unterstützen? Genau darauf versuchen wir, mit Ihnen zusammen möglichst gute Antworten zu finden. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin zur individuellen Ernährungsanalyse!

Wie Ernährung epigenetisch wirken kann

Klingt abgefahren, ist aber tatsächlich möglich. Das Ganze ist kein neuer Trend, sondern sowohl von Nobelpreisträgern erforscht, als auch von den ältesten Menschen der Welt ein Leben lang erfolgreich gelebt und umgesetzt.

Sowohl Dr. Elisabeth Blackburn als auch Prof. Kara Fitzgerald konnten belegen, dass wir bereits mit einer acht bis zwölfwöchigen Ernährungsumstellung circa 500 Gene positiv beeinflussen können. Das bedeutet auch, dass wir bis zu einem gewissen Grad dem Alter die Stirn bieten können, ja uns gerade zu verjüngen können durch so genannte EPI-Foods.

Bekannt ist schon lange, dass wir mit gesunder Ernährung selbst bei jahrelanger Medikamenteneinnahme bei z. B. Bluthochdruck oder Diabetes diese Erkrankungen wieder loswerden können. Das neue Forschungsgebiet der Epigenetik zeigt jetzt darüber hinaus, dass unsere Ernährung noch viel mehr kann: Ja, sogar unsere Gene beeinflusst und auf diese Art und Weise über unser Wohlbefinden und unser Lebensalter entscheiden kann. Wir können mit gesunder Ernährung und Lebensweise gesundheitsfördernde Gene aktivieren und Gene quasi ein und ausschalten. Bei herkömmlicher Ernährung, der so genannten „Westerndiät“ bleiben gesundheitsfördernde Gene einfach ausgeschaltet. Dies zeigte auch eine Studie an 143 eineiigen Zwillingen.

Wir sind also, bildhaft gesprochen, durch unsere Ernährung, Kapitäne unserer eigenen Gene und können unsere Gesundheit steuern. Das ist schon ziemlich aufregend!

Unser Körper funktioniert wie eine große Baustelle. Ständig baut er einzelne Stockwerke um, löscht Brandherde, reguliert und repariert. Neue Zellen werden gebildet, beschädigte aufgeräumt und recycelt. Verbrauchtes Material wird upcycelt oder entsorgt auf die körpereigene Mülldeponie.

Verschiedene Studien zeigen, dass egal wie ungesund unser Lebensstil vorher war, bereits nach acht Wochen durch an und ausschalten unserer Gene, unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit sich enorm verbessern können. Gemessen wird dabei die Telomerlänge und die genetische Uhr (Horvathuhr).

Wer will das nicht: Gene stummschalten, die Erkrankungen begünstigen können? Schon acht Wochen reichen aus, um über 500 Gene auf gesund zu trimmen. Diese grandiose Leistung schafft kein Arzneimittel – das kann einzig unsere Körper selbst, wenn er die richtigen Lebensmittel bekommt mit all den wichtigen Baustoffe die er dazu braucht.

Pflanzenbasierte ketogene Ernährung als möglicher Baustein 

Für viele Menschen kann eine pflanzenbasierte ketogene Ernährung ein sinnvoller Bestandteil einer individuellen Ernährungsstrategie sein. Denn sowohl Ketone als auch Mikronährstoffe aus Pflanzen können Prozesse unterstützen, die für Zellschutz, Stoffwechsel und Regeneration relevant sind. Die Schutzkappen unserer Gene (Telomere) verkürzen mit den Jahren, und es schleichen sich immer mehr Fehler in unserer Erbgut ein.

Ketone und Mikronährstoffe sorgen dafür, dass unsere Gene länger bleiben. Die Forscher konnten beweisen, dass sowohl unsere Telomerasen zunehmen (Enzyme die Gene steuern) als auch die genetische Aktivität positiv verändert wird.

Auch die traditionelle Ernährung der ältesten Menschen der Welt, sowohl in Asien als auch am Mittelmeer fußt auf genau dieser Erkenntnis: Sie beinhaltet gesunde Fette und gute Eiweißquellen mit einem hohen Anteil an Gemüse, Kräutern (auch Wildkräuter) und Nüssen. Lebensmittel, an die unser Körper seit jeher evolutionsbiologisch angepasst ist und die reich sind an sekundären Pflanzenstoffe und Mikronährstoffen.

Mehr zu wissenschaftlich fundierten Ernährungsstrategien finden Sie hier.

Beispiele für EPI-Foods im Rahmen einer ernährungs-medizinischen Strategie

  • Kohl: liefert viele Senföle, die über den TranskriptionsFaktor „NrF2“ 500 Gene positiv beeinflussen
  • Beeren liefern Polyphenole
  • Kräuter und Wildkräuter enthalten ätherische Öle und bis zu 30 x mehr sekundäre Pflanzenstoffe als herkömmliches Gemüse
  • Grünes Blattgemüse wie z. B. Mangold und Spinat enthält Folsäure, die unsere Gene als Methylgruppendonator an und abschaltet. Rote Beete liefert dazu Betain.
  • Gesunde Fette und Öle (Olivenöl, Leinöl, Natives Kokosöl)
  • Früchte und Gemüse vermehren den Transkription Faktor „NrF2“
  • Nüsse und Saaten liefern Eiweiß und viele Mikronährstoffe
  • Grüner Tee, Epigallocatechin-3-Gallat (EGCG) hemmt Entzündungen und aktiviert Schutzgene, die sonst stumm geschaltet werden beim Prozess des Alterns.

Das alles zeigt, wie sehr unsere Gene Spiegelbild unseres Lebensstil sind.

Was wir brauchen, ist eine alltagstaugliche Ernährungsroutine mit saisonalen, regionalen und nährstoffreichen Lebensmitteln. Genau hier setzt EPI Food an: nicht als Trend, sondern als medizinisch sinnvoller, individuell angepasster Ernährungsansatz. Eine ketogen-pflanzenbasierte Ernährung ist der passende Baustein. Eine stark verarbeitete Westerndiät hingegen begünstigt Stoffwechselstörungen, Entzündungen und Energiemangel.

Individuelle Ernährungsstrategie statt Standardlösung

EPI Food: Ernährung gezielt therapeutisch einsetzen

Wenn Ernährung nicht nur „gesund“, sondern wirksam sein soll, braucht es mehr als allgemeine Empfehlungen. Mit EPI Food entwickeln wir auf Basis Ihrer individuellen Situation eine präzise Ernährungsstrategie.

FAQ – Häufige Fragen zur EPI Food Ernährungsstrategie

Was ist EPI Food genau?

EPI Food ist eine individuelle, medizinisch fundierte Ernährungsstrategie, die auf Diagnostik und funktioneller Medizin basiert. Ziel ist es, Ernährung gezielt therapeutisch einzusetzen – abgestimmt auf Stoffwechsel, Mikronährstoffstatus und persönliche Beschwerden.

Die Ernährungstherapie bildet den medizinischen Rahmen.
EPI Food ist die vertiefte, diagnostikbasierte Umsetzung, bei der Ernährung noch präziser auf Ihre individuelle Biologie abgestimmt wird.

EPI Food eignet sich besonders, wenn:

  • Beschwerden trotz „gesunder Ernährung“ bestehen bleiben
  • Sie eine individuelle Ursachenanalyse wünschen
  • Stoffwechsel, Energie oder Verdauung optimiert werden sollen

Viele Erkrankungen und Beschwerden stehen in engem Zusammenhang mit Ernährung und Lebensstil und lassen sich gezielt beeinflussen.

Nein.

EPI Food ist kein starres Ernährungskonzept, sondern eine individuelle Strategie. Je nach Befund können unterschiedliche Ansätze integriert werden – z. B. pflanzenbasiert, entzündungsarm oder kohlenhydratreduziert.

Das ist individuell.

Viele Patient:innen berichten bereits nach wenigen Wochen über mehr Energie, bessere Verdauung oder stabileren Stoffwechsel. Nachhaltige Effekte entwickeln sich im Verlauf durch Anpassung und Begleitung.

Ja.

Die Umsetzung erfolgt im Rahmen der ärztlichen Betreuung und kann durch Diagnostik, Verlaufskontrollen und gezielte Anpassungen ergänzt werden.

Dr. Karner
Zentrum für ganzheitliche Medizin

Salzstraße 20
D-79098 Freiburg 

Am 02. April bleibt die Praxis nachmittags von 15-18.30 Uhr wegen der Osterferien geschlossen.

Ab Dienstag, den 07. April 2026, sind wir wieder für Sie da.

Am Wochenende und an Feiertagen wenden Sie sich bitte an den ärztlichen Notfalldienst unter der Tel.: 116 117.

Wir wünschen Ihnen schöne Osterfeiertage!